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Brand Josefskirche
17. Juli 2007
 

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Zeitpunkt der Alarmierung: 15:16 Uhr lfd. Nummer:
134
Einsatzmeldung:

Brand

Einsatzort: Josefskirche
Art des Einsatzes:

Großbrand

Eingesetzte Fahrzeuge:
LHF 16/25 (1/29) DLA (K) 23-12 (1/31) TLF 24/48 (1/24) LF 16-TS (1/44)
MTW (1/18) RW (1/52) GW-G2 (1/62) TLF 16/25/2 (1/23)
LKW (1/92) Ölsanimat Schlauchboot ELW
Mannschaftsstärke:

70

Bericht:

Lage:
Vollbrand des Dachstuhles und des eingerüsteten Turmes der Josefskirche. Keine Arbeiter mehr im Gebäude. Vollalarm für die Gesamtstadt St. Ingbert.

Maßnahmen:
Brandbekämpfung von der Kaiserstraße und der Prälat-Goebel-Straße. Vorgenommener Innenangriff über westlichen Turm musste bei Durchzündung im Dachstuhlbereich des Kirchenschiffes abgebrochen werden. Brandbekämpfung von der Prälat-Goebel-Straße über Wendestrahlrohr der St. Ingberter Drehleiter und Monitor des Großraumtanklöschfahrzeuges. Nach Eintreffen der Einsatzkräfte von Oberwürzbach, Hassel und Rohrbach wurden vom hinteren Bereich und westlich vom Seitenschiff mehrere tragbare Monitore sowie B-Rohre zur Brandbekämpfung vorgenommen. Die Einsatzleitung übernahm der Wehrführer der Mittelstadt St. Ingbert, Timo Meyer. Da schon zu Beginn absehbar war, dass die Kräfte aus St. Ingbert nicht ausreichen, wurden weitere Kräfte alarmiert. Insgesamt waren vier Drehleitern aus Sulzbach, Blieskastel, Homburg und St. Ingbert im Einsatz, da aufgrund der Höhe des Kirchenschiffes eine effektive Brandbekämpfung nur über Drehleiter möglich war. Als der Turm in Vollbrand stand wurden sofort alle Fahrzeuge aus dem Trümmerschatten gefahren. Nachdem der obere Teil des Turmes eingestürzt war, wurden die Trümmer über den Monitor eines Tanklöschfahrzeuges abgelöscht. Beim Einstürzen des Turmes wurden auch Glutnester auf die umliegenden Häuser in der Kaiserstraße geschleudert. Die dabei entstandenen Brände im Dachbereich mehrerer Häuser wurden teilweise über die Drehleiter von Sulzbach und von Kräften aus Kirkel im Außen- und Innenangriff abgelöscht. Da zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussage über die Standfähigkeit des Gerüstes und des Turmes gemacht werden konnte, wurden mehrere Personen aus Häusern in der Kaiserstraße evakuiert. Die Wasserversorgung wurde über mehrere Hydrantenleitungen und über eine Leitung von dem Weiher in der Gustav-Clauss-Anlage sichergestellt.

Vorbeugend wurden von der Feuerwehr in der Anfangsphase mehrere sakrale Gegenstände ins Freie verbracht, um sie vor einem eventuell eintretenden Einsturz zu retten. Die Nachricht vom Brand der Josefskirche verbreitete sich unter der Bevölkerung innerhalb kürzester Zeit. Die Kaiserstraße sowie an die Kirche angrenzende Zufahrtsstraßen wurden von der Polizei komplett abgeriegelt. Die Kaiserstraße bleibt auch bis zur Entfernung des Gerüstes vorerst gesperrt. Die technische Einsatzleitung, von der die einzelnen Abschnitte geleitet wurden, stellte der Löschbezirk Rentrisch. Von hier aus wurde die gebildeten Einsatzabschnitte auf mehreren Funkkanälen koordiniert. Auch der Brandinspekteur des Saarpfalz-Kreises, Uwe Wagner fand sich hier ein. Von Seiten der Stadt waren der Oberbürgermeister Georg Jung sowie mehrere Verwaltungskräfte vor Ort. Auch der Landrat Clemens Lindemann ließ sich vor Ort über das Schadensausmaß und die getroffenen Maßnahmen unterrichten.

Durch den gezielten Löschangriff konnte zwar der Turm und das Kirchendach nicht gehalten werden, jedoch konnte ein Übergreifen des Feuers auf die Sakristei verhindert werden. Bis auf kleinere Beschädigungen im Turmbereich ist auch die Decke des Kirchenschiffes zur Zeit noch intakt. Auch die Orgel und die Sängerempore konnten vor den Flammen gerettet werden. Auch der Hochaltar wurde von dem Feuer nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Während der Löscharbeiten wurde für die Bevölkerung und des eingesetzten Personals ein massives Aufgebot an Rettungskräften des Roten Kreuzes aufgefahren, dem ein Leitender Notarzt und ein organisatorischen Leiter vorstanden. Drei Feuerwehrangehörige wurden bei dem Brand leicht verletzt.

Durch das THW wurde die Einsatzstelle weiträumig abgesperrt und in den Nachtstunden ausgeleuchtet. Bis in den frühen Morgen wurde die Einsatzstelle durch die Feuerwehr überwacht und immer wieder aufflammende Kleinfeuer abgelöscht.

Eingesetze Kräfte:

FEUERWEHR: 164 Einsatzkräfte
FF St. Ingbert:
Wehrführer
St. Ingbert: LHF 16/25
LF 16 TS
DLA(K) 23/12
TLF 16/25/2
TLF 24/48
RW
GW-G2
ELW
MTW
Hassel: LHF 16/25
LF 8
Oberwürzbach: LHF 16/25
LF 8/6
Rentrisch: LF 8/6
ELW 2
Rohrbach: LHF 16/25
HLF
KLF
FF Blieskastel:
Wehrführer
Blieskastel: DLK 23/12
GW-A
Niederwürzbach: LHF 16/25
Werksfeuerwehr
Festo:
Wehrführer
TLF 3000-400
FF Sulzbach:
Wehrführer
Sulzbach: VRW
DLK 23/12
TLF 16/25
FF Kirkel:
Wehrführer
Limbach: LHF 16/25
TLF 16/25
GW
MTW
RW
Altstadt: 2/47
Kirkel-Neuhäusel: TLF 16/25
HLF 16/12

LF 8

GW
FF Homburg:
Homburg: 1/10
DLK 23/12
TLF 16/25-2
FF Ottweiler:
Ottweiler: ELW2/TEL
MTF
Kreisbrandinspekteur
Polizei:
Rettungsdienst: Rettungswache St. Ingbert: 1 RTW, NEF, KTW
Rettungswache Sulzbach: RTW
Kreisbereitschaftsführer
DRK Ortsverein St. Ingbert
Leitender Notarzt
OrgL
SEG St. Ingbert
THW: Ortsverein St. Ingbert
Ortsverein Blieskastel

Ortsverein Homburg

KatS Saarpfalz
KPI und Brandermittlung
Stadtverwaltung St. Ingbert

Während des Einsatzes wurden von vielen Personen Film- und Bilddokumente erstellt. Zur Einsatzdokumentation würde sich die Feuerwehr St. Ingbert um eine Zusendung bzw. eine Information, dass Material zur Verfügung gestellt wird, an folgende Mailandresse: presse@feuerwehr-st-ingbert.de freuen.

 

Bilder (zum Vergrößern bitte anklicken):

Die Bilder wurden uns freundlicherweise von Kamerad Marco Schmeltzer, Pressebeauftragter des KFV Saarpfalz, zur Verfügung gestellt.