Mail an
Webmaster

Sie sind
Besucher Nr.

Lagerhallenbrand, Im Schiffelland
24. März 2007
 

zurück

Zeitpunkt der Alarmierung: 04:52 lfd. Nummer:
57
Einsatzmeldung:

Lagerhallenbrand

Einsatzort: Im Schiffelland
Art des Einsatzes:

Großbrand

Eingesetzte Fahrzeuge:
LHF 16/25 (1/29) DLA (K) 23-12 (1/31) TLF 24/48 (1/24) LF 16-TS (1/44)
MTW (1/18) RW (1/52) GW-G2 (1/62) TLF 16/25/2 (1/23)
LKW (1/92) Ölsanimat Schlauchboot ELW
Mannschaftsstärke:

52

Bericht:
Lage:

Von der Haupteinsatzzentrale Saarbrücken wurde der Feuerwehr St. Ingbert ein Lagerhallenbrand im Schiffelland gemeldet. Schon auf der Anfahrt war Feuerschein zu sehen. Wie sich später heraus stellte, standen zwei große Lagerflächen in Zeltform sowie abgestelltes Styropor, Kartonagen, Paletten und zwei LKWs im Außenbereich der Firma Isopor in Flammen.

Maßnahmen:
Als auf der Anfahrt das Ausmaß des Brandes zu sehen war, wurde durch die erste Einheit sofort Alarm für die Gesamtstadt angefordert und der Wehrführer ordnete die Alarmierung der Werksfeuerwehr Festo und des ABC-Erkunders aus Breitfurt an. Die drei Tanklöschfahrzeuge des Löschbezirks St. Ingbert und die Drehleiter wurden an der Einsatzstelle in Stellung gebracht. Über ein Schwerschaum-, zwei C-Rohre, die Werfer der beiden Tanklöschfahrzeuge sowie über das Wenderohr der Drehleiter wurde die Brandbekämpfung aufgenommen. Die höchste Priorität bestand darin, die angrenzende Firmenhalle so abzuriegeln, dass es zu keinem Feuerübersprung kommen konnte. Die Wasserversorgung wurde von einem Hydranten in der Hauptverkehrsstraße durch die Besatzung eines Löschfahrzeuges sichergestellt. Als die Einheiten von Hassel an der Einsatzstelle eintrafen, bildeten diese einen zweiten Brandabschnitt und bekämpften mit zwei Fahrzeugen durch Vornahme eines Schwerschaum-, sowie je eines B- und C-Rohres zwei in Brand geratene LKW's und das zweite Zelt von der rückwärtigen Seite. Die Wasserversorgung wurde durch den Löschbezirk Oberwürzbach sichergestellt, welche eine weitere B-Leitung von der Hauptverkehrsstraße verlegten. Der Löschbezirk Rentrisch baute im vorderen Bereich die technische Einsatzleitung auf. Der Löschbezirk Rohrbach unterstützte bei der Wasserversorgung und stelle Angriffstruups unter Atemschutz zur Verfügung. Schon während des Einsatzes wurde die Wasserbehörde und die Kläranlage verständigt, da größere Mengen Schaum in die Kanalisation flossen. Der Gerätewagen Gefahrgut führte direkt an der Einsatzstelle Schadstoffmessungen und der ABC-Erkunder im Bereich der Parallelstraße, eines Schnellrestaurants und im Ortsteil Hassel durch, welche alle negativ ausfielen. Aus diesem Grund musste die Bevölkerung nicht gewarnt werden. Neben dem Wehrführer war auch der Brandinspekteur des Saarpfalzkreises vor Ort und beide leiteten gemeinsam den Einsatz. Mit dem Werfer des Industrietank-löschfahrzeuges der Firma Festo wurde ein Schaumteppich über die Brandfläche gelegt. Um 05:35 Uhr wurde "Feuer aus" zur Haupteinsatzzentrale gemeldet und es begannen die Nachlöscharbeiten, die sich bis in den Morgen hinzogen. Hierbei wurden auf der Ladefläche eines LKW's Farben, Spraydosen und mehrere Gebinde mit Reiniger entdeckt und der Austritt einer größeren Menge einer roten flüssigen Substanz, die vor einem Zelt auf einer Palette gelagert wurde. Um die Nachlöscharbeiten zu beschleunigen, wurde ein Radlader vom Bauhof St. Ingbert angefordert. Dieser zog nach Rücksprache mit dem Kriminaldienst das Brandgut auseinander und riss auf Anforderung der Unteren Bauaufsicht das instabile Zelt ein. Durch eine zentrale Atemschutzüberwachung wurden die eingesetzten Kräfte überwacht. Der Ortsverband des DRK St. Ingbert versorgte die Einsatzkräfte mit Warmgetränken. Neben dem Kriminaldienst waren Spezialisten der Brandermittlungsgruppe, die Untere Wasserbehörde der Stadt St. Ingbert sowie das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz Saarland mit einem Laborwagen vor Ort.

Über den Firmeninhaber konnte in Erfahrung gebracht werden, dass es sich bei der roten Flüssigkeit um eine wasserverdünnbare Tiefdruckfarbe handelt. 500 Liter dieser Farbe gelangten über die Kanalisation in den "Großbach". Zur Absicherung wurde an dem Großbach im Bereich der Saarbrückerstraße eine Probe entnommen und der Unteren Wasserbehörde übergeben. Um 11:26 Uhr war der Einsatz beendet.

St. Ingbert: LHF 16/25 1 / 7
LF 16 TS 1 / 6
DLK 23/12 1 / 2
TLF 16/25/2 1 / 8
  TLF 24/48 1 / 2
RW 1 / 2
GW-G2 1 / 2
  ELW 1 / 1
  MTW 1 / 5
Atemschutzwerkstatt
und LKW
5
Zentrale 1 / 2
=> 52 Einsatzkräfte
Hassel: LHF 16/25
LF 8  
  Schaum-/Wasserwerfer anhänger -- Einsatzkräfte
Oberwürzbach: LHF 16/25 1 / 8
LF 8/6 1 / 5
Schlauchanhänger -- Einsatzkräfte
Rentrisch: LF 8/6
ELW 2 -- Einsatzkräfte
Rohrbach: LHF 16/25 1 / 8
HLF 1 / 7
Wehrführer: KdoW 1 Einsatzkraft
     
Breitfurt: ABC-Erkunder -- Einsatzkräfte
     
Werksfeuerwehr
Festo:
TLF 3400 3 Einsatzkräfte
KLF 2 Einsatzkräfte
Insgesamt: 135 Einsatzkräfte
Fahrzeuge: 22
     
Polizei: -- Einsatzkräfte
Rettungsdienst: Rettungswache St. Ingbert: 1 RTW
Kreisbereitschaftsführer
DRK Ortsverein St. Ingbert
KatS Saarpfalz

 

Bilder (zum Vergrößern bitte anklicken):

Die Bilder wurden uns freundlicherweise von den Kameraden Frank Hoffman, Alexander Prass und Marco Schmeltzer, Pressebeauftragter des KFV Saarpfalz, zur Verfügung gestellt.