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Explosion in einem Wohnhaus, Nelkenstraße
04. Dezember 2009
 

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Zeitpunkt der Alarmierung: 19:42 Uhr lfd. Nummer:
138
Einsatzmeldung:

Eplosion / Brand

Einsatzort: Nelkenstraße
Art des Einsatzes:

Explosion

Eingesetzte Fahrzeuge:
LHF 16/25 (1/29) DLA (K) 23-12 (1/31) TLF 24/48 (1/24) TLF 16/25/2 (1/23)
MTW (1/18) RW (1/52) GW-G2 (1/62) LKW (1/92)
ELW (1/11) Ölsanimat Schlauchboot  
Mannschaftsstärke:

51 aus St. Ingbert Mitte, zusätzlich alle Außenlöschbezirke (Hassel, Oberwürzbach, Rentrisch, Rohrbach), THW, DRK und Rettungdienst mit LNA sowie mehrere Polizeieinheiten und Notfallseelsorge

Bericht:

Lage:
Beim Eintreffen des ersten Löschfahrzeuges war eine starke Rauchentwicklung aus den Kellerschächten und der Haustür zu erkennen, ein Einsatzkommando der Polizei war bereits vor Ort. Eine schwerverletzte Person mit Brandverletzungen wurde auf der Straße von Passanten betreut und die Polizei berichtete, dass noch weitere 4 bis 5 Personen in dem Wohnhaus vermisst werden. Eine zweite schwerverletzte Person wurde in einem Nachbarhaus betreut und versorgt. Auf der Rückseite des Gebäudes wurde durch die Druckwelle der Explosion ein komplettes Schiebetürelement zur Terrassenseite herausgeschleudert.

Maßnahmen:
Zunächst versuchten zwei Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz in das Kellergeschoss zur Brandbekämpfung und Personensuche vorzudringen, was jedoch zunächst wegen der starken Rauch- und Hitzeentwicklung nicht möglich war. Daher konzentrierte sich die Personensuche zunächst auf das EG und OG, wo sich jedoch keine Personen mehr aufhielten. Ein weiteres C-Rohr wurde im Außenangriff durch einen Lichtschacht in den Kellerraum zur Brandbekämpfung vorgenommen. Ein vierteses C-Rohr wurde unter Atemschutz über die Drehleiter ins Obergeschoss vorgenommen. Zeitweise waren gleichzeitg bis zu 5 Atemschutztrupps im Einsatz, die von der Atemschutzüberwachung kontrolliert wurden. Zur Personenbetreuung wurde ein Schnelleinsatzzelt von der Feuerwehr aufgebaut und die Einsatzstelle weiträumig ausgeleuchtet.

Nachdem sich ein Löscherfolg im Kellergeschoss einstellte und mit Hilfe von Überdruckbelüftung der Rauch und die Temperatur gesenkt werden konnte, wurde das Kellergeschoss vollständig abgesucht und zwei Personen gefunden. Nach Übergabe an den Rettungsdienst konnte der leitende Notarzt jedoch nur noch den Tod feststellen. Ex-Messungen ergaben ein negatives Ergebnis, die Gaszufuhr wurde am Gashaupthahn abgeschiebert.

Auch eine abschließende Kontrolle mit einer Wärmebildkamera verlief negativ. Insgesamt waren 11 Atemschutztrupps aus dem gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Die Südstraße diente als Bereitstellungsraum für die Einsatzkräfte und war komplett gesperrt. Die Wasserversorgung wurde durch das Hydrantennetz sichergestellt.

Vom THW wurde eine Einsatzleitung aufgebaut und Helfer sicherten nach Abschluss der Löscharbeiten das Gebäude gegen unbefugten Zutritt mittels Bauzäunen und Holzverplankungen.

Noch in der Nacht waren Brandermittlungsspezialisten von der Kriminalpolizeiinspektion vor Ort, um die Ursache der Explosion zu ermitteln.

Anwohner und Einsatzkräfte wurden von drei Notfallseelsorgern betreut. Der Ortsverein St. Ingbert des DRK stellte den Eigenschutz der eingesetzten Kräfte sicher.

In der Nacht wurde nochmals eine Brandschau durchgeführt und auch am Samstagmorgen wurde vor Zutritt der Brandermittler eine weitere Ex-Messung durchgeführt und die Räumlichkeiten belüftet.

Am Samstagnachmittag um 16:14 Uhr war der Einsatz beendet.

 

Bilder (zum Vergrößern bitte anklicken):

Einige Bilder wurden uns freundlicherweise von Kamerad Marco Schmeltzer, Pressebeauftragter des KFV Saarpfalz, sowie Kameraden Hassel und Rohrbach zur Verfügung gestellt.

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