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Bericht:
Lage:
Beim Eintreffen des ersten Löschfahrzeuges
war eine starke Rauchentwicklung aus den Kellerschächten
und der Haustür zu erkennen, ein Einsatzkommando
der Polizei war bereits vor Ort. Eine schwerverletzte
Person mit Brandverletzungen wurde auf der Straße
von Passanten betreut und die Polizei berichtete, dass
noch weitere 4 bis 5 Personen in dem Wohnhaus vermisst
werden. Eine zweite schwerverletzte Person wurde in
einem Nachbarhaus betreut und versorgt. Auf der Rückseite
des Gebäudes wurde durch die Druckwelle der Explosion
ein komplettes Schiebetürelement zur Terrassenseite
herausgeschleudert.
Maßnahmen:
Zunächst versuchten zwei Trupps unter umluftunabhängigem
Atemschutz in das Kellergeschoss zur Brandbekämpfung
und Personensuche vorzudringen, was jedoch zunächst
wegen der starken Rauch- und Hitzeentwicklung nicht
möglich war. Daher konzentrierte sich die Personensuche
zunächst auf das EG und OG, wo sich jedoch keine
Personen mehr aufhielten. Ein weiteres C-Rohr wurde
im Außenangriff durch einen Lichtschacht in den
Kellerraum zur Brandbekämpfung vorgenommen. Ein
vierteses C-Rohr wurde unter Atemschutz über die
Drehleiter ins Obergeschoss vorgenommen. Zeitweise waren
gleichzeitg bis zu 5 Atemschutztrupps im Einsatz, die
von der Atemschutzüberwachung kontrolliert wurden.
Zur Personenbetreuung wurde ein Schnelleinsatzzelt von
der Feuerwehr aufgebaut und die Einsatzstelle weiträumig
ausgeleuchtet.
Nachdem
sich ein Löscherfolg im Kellergeschoss einstellte
und mit Hilfe von Überdruckbelüftung der Rauch
und die Temperatur gesenkt werden konnte, wurde das
Kellergeschoss vollständig abgesucht und zwei Personen
gefunden. Nach Übergabe an den Rettungsdienst konnte
der leitende Notarzt jedoch nur noch den Tod feststellen.
Ex-Messungen ergaben ein negatives Ergebnis, die Gaszufuhr
wurde am Gashaupthahn abgeschiebert.
Auch
eine abschließende Kontrolle mit einer Wärmebildkamera
verlief negativ. Insgesamt waren 11 Atemschutztrupps
aus dem gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Die Südstraße
diente als Bereitstellungsraum für die Einsatzkräfte
und war komplett gesperrt. Die Wasserversorgung wurde
durch das Hydrantennetz sichergestellt.
Vom
THW wurde eine Einsatzleitung aufgebaut und Helfer sicherten
nach Abschluss der Löscharbeiten das Gebäude
gegen unbefugten Zutritt mittels Bauzäunen und
Holzverplankungen.
Noch
in der Nacht waren Brandermittlungsspezialisten von
der Kriminalpolizeiinspektion vor Ort, um die Ursache
der Explosion zu ermitteln.
Anwohner
und Einsatzkräfte wurden von drei Notfallseelsorgern
betreut. Der Ortsverein St. Ingbert des DRK stellte
den Eigenschutz der eingesetzten Kräfte sicher.
In
der Nacht wurde nochmals eine Brandschau durchgeführt
und auch am Samstagmorgen wurde vor Zutritt der Brandermittler
eine weitere Ex-Messung durchgeführt und die Räumlichkeiten
belüftet.
Am
Samstagnachmittag um 16:14 Uhr war der Einsatz beendet.
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