Aufgrund der sehr guten Zusammenarbeit in den vergangenen drei Jahren fragte der Kursverantwortliche, Dr. Schlechtriemen, bei der Feuerwehr St. Ingbert an, ob sie beim Kurs Zusatzbezeichnung "Notfallmedizin" wieder die praktische Übung durchführt.

Hierbei soll den angehenden Notärzten die technische Rettung bei Verkehrsunfällen demonstriert werden. Im Schulungshof der Rettungsarena zeigte die Feuerwehr die Vorgehensweise bei einem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen. Löschbezirksführer Wolfram Zintel kommentierte dabei die technische Rettung aus Sicht der Feuerwehr und Dr. Schlechtriemen den medizinischen Teil. Anschaulich wurde den Ärzten vorgeführt, dass eine patientengerechte Rettung nur bei genauer Absprache zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst erfolgen kann.

 

Zunächst einmal wurde durch Kontrolle der Verschlusssituation des Fahrzeuges geprüft, ob ein Zugang durch die Türen bzw. Heckklappe zum Verunglückten möglich ist. Durch die Heckklappe konnte ein Rettungsassistent zum Verletzten gelangen und die Erstversorgung durchführen.Parallel hierzu wurde von der Feuerwehr das Fahrzeug mit verchiedenen Materialien unterbaut und damit stabilisiert und gegen Wegrollen gesichert. Die Seitenscheiben wurden abgeklebt und entfernt. In  Absprache mit dem Notarzt wurde die Fahrertür entfernt und anschließend mit hydraulischer Schere und Spreizer die hintere Tür sowie die B-Säule komplett entfernt. Danach wurde die Frontscheibe geteilt und das komplette Dach entfernt. Auf der Fahrerseite wurde noch die Möglichkeit der großen Beinraumöffnung vorgeführt und das Wegspreizen des Motorblocks. Mit pneumatischen Hebekissen wurde am Ende der Veranstaltung das komplette Fahrzeug angehoben, um die Befreiung unter dem Fahrzeug eingeklemmter Personen zu demonstrieren.

 

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