Wie jeden Montag fand sich die aktive Mannschaft der Feuerwehr St. Ingbert zur Übung ein. Dieses Mal wurden spezielle Geräte und Techniken an verschiedenen Stationen behandelt. Neben Themen wie taktischer Ventilation, Pumpenkunde und zerstörungsfreier Wohnungsöffnung übte eine Gruppe den Umgang mit den vorhandenen Materialien zur einfachen Rettung aus Höhen und Tiefen.

 

Nach einer ausführlichen Gerätekunde am Montag zuvor war die Mannschaft bereits mit dem Gerät bestens vertraut, sodass es nun galt eine praktische Übung zu absolvieren. Dazu wurde angenommen, dass sich eine verletzte Person in erhöhter Lage etwa 10 Meter von der Straße entfernt befindet. Der Bereich zwischen Straße und Unfallstelle wurde als nicht begehbar angenommen, was eine Rettung auf herkömmlichem Wege ausschloss. DSC 1216Nach einer kurzen Einteilung begannen die Mannschaften des Rüstwagens (RW) und der Drehleiter (DLK) unter Beobachtung der Ausbilder die technische Geräteablage aufzubauen und die Einsatzstelle gegen den fließenden Verkehr abzusichern. Zugleich rüstete sich der erste Trupp bereits mit Auffanggurten aus, um im Anschluss zur verunfallten Person vorzugehen. Die Drehleiter wurde abgelegt und das Rettungsgerät „Rollgliss“ angeschlagen. Dies ermöglicht ein schonendes Ablassen des Retters zum Patienten sowie den sicheren Rücktransport. Kurz darauf wurde der erste Feuerwehrmann, ausgerüstet mit Notfallrucksack und Sicherungsmaterial, am Seil befestigt und zur Person manövriert. Um das Zusammenspiel der Seilmannschaft, dem Retter, dem Maschinisten der Drehleiter und des Einsatzleiters zu üben und zu verbessern, stellten die Ausbilder die Aufgabe, den Retter stets maximal 1-2m über der Oberfläche zu halten, was mit Bravour gemeistert wurde. Während der Feuerwehrmann den Patienten versorgte und den Standplatz sicherte, wurde von der restlichen Mannschaft die Schleifkorbtrage mittels Hebegeschirr am Seil befestigt und zusammen mit dem zweiten Feuerwehrmann zur Unfallstelle gebracht. Der Patient wurde umgelagert und gesichert, so dass er mit einem Retter zur Betreuung in Sicherheit gebracht werden konnte.

Nachdem das gesamte Material sichtgeprüft und wieder ordnungsgemäß verladen wurde, trafen sich alle Teilnehmer zu einer kurzen Besprechung. In der Gruppe wurden die Vor- und Nachteile sowie Schwierigkeiten eines solchen Szenarios besprochen und die Wichtigkeit der Kommunikation unter den einzelnen Beteiligten der Rettungsmannschaft hervorgehoben. Danach rückten die Fahrzeuge wieder ein und die Übung konnte erfolgreich beendet werden.

 

 

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